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  • Britta Bonten

Zweite Station: Peninsula de Valdés - Start mit Schwierigkeiten

Aktualisiert: 25. Jan.

Wer es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, glaubt es kaum: Wir sind an EINEM Ende der Welt angekommen:


Puerto Piramides, einzig bewohnter Ort der Insel, die zum Weltnaturerbe zählt. Es hat hier Aussteigerqualitäten in jeder Hinsicht.



Bekannt für ihre Artenvielfalt und paradiesischen Lebensräume für Seehunde und -elefanten, Pinguine und allerlei Vogelarten, fahren wir kommend vom sogenannten Flughafen Puerto Madryn - eine Abfertigungshalle mit einem 20m-Fließband und Parkslot für genau 1 Flugzeug - auf verlassenen Trassen durch die steppenartige Weite gen Puerto Piramides 93 Kilometer über einsame Straßen!


Um ins Nirgendwo zu kommen, bedurfte es zunächst unseres via Holidaycars gebuchten Autos. Wir sollten laut Buchungsbestätung zu "renta-car" gehen, ein lila Logo (nicht Milka). Außer zwei kleinen Schaltern u. a. von Avis (herzliche Grüße an Edith - der Mitarbeiter war fast genauso freundlich wie auf Fuerta Ventura!), kein besagtes Logo weit und breit!


Mit Händen und Füßen & Bruchstücken von Italo-Spanisch - mit Englisch erntest du nur Unverständnis - fragen wir zig Leute. Uns blicken nur fragende Augen entgegen! Schullterzucken. Nirgends Schilder oder Hinweisschilder. Nichts.


Kurz glauben wir bei der Buchung einem Internetbetrug aufgesessen zu sein, als uns schließlich nach 10 Minuten wachsenden Unbehagens ein Mann den entscheidenden Hinweis gibt. Jaaa, der lila Schalter existiert nur virtuell, physisch besteht er aus 3 Personen, die draußen auf dem Parkplatz in dem warmen, südamerikanischen Wind ihre windigen Geschäfte vollziehen und die Autos übergeben: eine Lady mit zwei Assistenten. Alle sehr freundlich. Wir sind mehr als erleichtert. Aber kannste dir nicht ausdenken!


... bis wir zum PKW kommen, der uns die nächsten 6 Tage - sicher - kutschieren soll. Ich sag mal so: Wäre es kein FIAT und würde mir die Erfahrung mit italienischen Autos fehlen, wäre ich noch skeptischer gewesen als ich beim Anblick des geschundenen Autos ohnehin war! "Sicher" streiche ich aus meinem Hirn, und beginne Fotos vom ursprünglichen Cronos zu machen. Ja, es ist die Krönung!




In Deutschland wäre die Blechbüchse ein Fall für den Abschiebemarkt oder Schrottplatz! Kratzer, Dellen, Macken, zerschundene Felgen, Steinschlag - mehr Individualität geht kaum! Den rechten Außenspiegel kann ich noch komplett abfahren (meine Familie behauptet in 2013 hätte ich den Außenspiegel in Cornwall abgefahren...), zersplittert und etwas labil hängt er bereits in den Seilen. Ich werde mir Mühe geben! 😁




Die letzte Kraft der Bremsen erahnen wir nur. Zum Glück herrscht selten Rush hour - höchstens wenn zwei Autos gleichzeitig auf einem Kilometer verteilt fahren. Nix los also. Daher gilt es Gas zu geben und weniger zu bremsen. Ich freu mich.


Christian unterschreibt schließlich den Mietvertrag und die Lady hat Mühe, die Blaupause (!) zwischen dem weißen Papier nicht an den Wind von Puerto Madryn zu verlieren...


Unser Gepäck findet Platz im Kofferraum und wir sind erst einmal heilfroh, dass es einen fahrbaren Untersatz gibt. Oh Wunder, die Schüssel mit über 140.000 Kilometern auf dem Blechbuckel springt an und wir starten mit quietschender Karrosse (nicht Reifen) in den Teil zwei unseres Abenteuers.


Optischer USP der Isola Valdés: Die Lila Kuh mitten am Dorfplatz vor dem "Supermercado". Alles wie aus vergangenen Zeiten. Unwirklich. Aber real.




To be continued.


bb




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